Geschichte unserer Rasse

 

Die Geschichte unserer Welsh Terrier geht weit zurück – bis ins 10. Jahrhundert, wo kleine mutige Terrier für jagdliche Zwecke verwendet wurden. Darüber hinaus halfen diese kleinen Terrier, jegliches kleine Raubwild, als auch Mäuse und Ratten, fernzuhalten. Das Aussehen dieser Welsh Terrier ähnelte den heutigen nur sehr bedingt. Sie wurden auf Landwirtschaftsausstellungen gezeigt – unter „Working Terrier“, „Black-and-Tan-Wirehaired Terrier“ und „Welsh Terrier“ (Daeargi) und kamen aus Wales und Nordengland. 1885 formierte sich der „Welsh Terrier Club“. Bei den Hundeausstellungen wurden die Hunde in zwei Klassen gezeigt, es kam aber auch vor, dass ein und derselbe Hund Preise in beiden Klassen gewann. So erhielt „Dick Turpin“ sowohl als „Welsh Terrier“ als auch als  „Old English Wirehaired Black and Tan Terrier“ Auszeichnungen. Der englische Kennel Club beendete 1887 die Debatte, wer nun der echte Welsh Terrier wäre und ließ nur mehr den aus Wales kommenden Terrier als Welsh Terrier zu. Die Gruppe rund um den Old English Wirehaired Black and Tan Terrier aus Nordengland hatte das Nachsehen. Der Old Englisch Wirehaired Black and Tan Terrier aus Nordengland war zwar eleganter, dürfte jedoch aus mehreren Rassen entstanden sein und es wird vermutet, dass er sich nicht reinerbig vererben konnte. In Folge starb er dann aus.
Berühmte Welsh Terrier, die sicher zu den Vorfahren der heutigen Welsh Terrier gezählt werden können, waren „Badger“, „Dim Saesonaeg“, „Bangor Dau Lliw“ oder „Topsy“.
Bekannt waren damals vor allem die Zwinger „Brynhir“ und „Senny“. Das Aussehen der Hunde wurde durch Einkreuzen verbessert. Über die Auswahl der eingekreuzten Rassen herrscht keine Klarheit – mit Sicherheit jedoch waren Drahthaar Foxterrier dabei.  So wurden sowohl Kopfform schlanker, die Beine länger, als auch der Körperbau ansprechender.
Nach dem ersten Weltkrieg waren es nur wenige Züchter, die sich um den Fortbestand der Rasse bemühten. Hier seien T.H Harris („Senny“), Walter G Lynn („Brynhir“) und J.F. Hitchings („Aman“) genannt.
War die Zucht zuvor eher auf Wales beschränkt, trat nun der Welsh Terrier seinen Siegeszug rund um die Welt an. Es erfolgten Exporte nach Europa, nach Amerika und auch nach Südafrika.
Berühmte britische Zuchtstätten, deren Hunde in den Ahnentafeln/Pedigrees der heutigen Welsh Terrier auftauchen, waren Felstead, Saredon, Cedewain, Groveview oder Quayside.

Die Popularität der Rasse stieg rasch an und erreichte in den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts einen Höhepunkt.

Vertreter unserer Welsh Terrier wurden auf der Crufts, der berühmtesten britischen Hundeschau, gefeiert. So gewann 1951 „Twynstar Dyma Fi“  „Best in Show“. 1959 folgte „Sandstorm Saracen“. Erst 1994 gelang es wieder einem Welsh Terrier, diesen Erfolg zu wiederholen – „Purston Hit and Miss from Brocolitia“. Vier Jahre später gab es den gleichen Erfolg mit „Saredon Forever Young“. 

Heute findet man den Welsh Terrier rund um die Welt, hauptsächlich als Show- oder Familienhund.
In einigen Ländern, wie Österreich, Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn, Russland, wird die jagdliche Eignung jedoch nach wie vor geschätzt und durch Zucht unterstützt.